Sponsoren & Förderer

   
   
   

Rahmenvorgaben

Details

Rahmenvorgaben der Peter-Petersen-Schule als Schule besonderer pädagogischer Prägung („Jenaplanschule“)

 I           Allgemeines

Die bisherige Genehmigung der Peter-Petersen-Schule als „Schule besonderer pädagogischer Prägung“ vom 27. Juni 2002 einschließlich sämtlicher nachfolgender Änderungen wird durch diese Rahmenvorgaben ersetzt.

Die Einrichtung der Peter-Petersen-Schule erfolgt gemäß § 18 des Schulgesetzes für Berlin (SchulG) vom 26. Januar 2004 (GVBl. S. 26), zuletzt geändert durch die Artikel I und II des Gesetzes vom 13. Juli 2011 (GVBl. S. 344, 347). Soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist, gelten das Schulgesetz sowie die schulartbezogenen Regelungen in der jeweils geltenden Fassung.

Schulträger und Schulaufsicht erhalten jeweils eine Ausfertigung dieses Schreibens.

 

II          Besondere pädagogische Prägung

Die besondere pädagogische Prägung ist gekennzeichnet durch die Umsetzung reformpädagogischer Konzepte des Namenspatrons der Schule. Grundlage dafür sind die von der “Gesellschaft für Jenaplan-Pädagogik in Deutschland” erstellten Basisprinzipien. Jenaplan-Pädagogik ist gekennzeichnet von selbsttätigem Arbeiten, gemeinschaftlichem Zusammenarbeiten und -leben und - im Sinne einer Lebensgemeinschaftsschule - der Mitverantwortung der Schüler- und Elternschaft bei den vier von Peter Petersen postulierten Grundformen der Bildung und des Lernens (Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier).

Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier prägen und strukturieren mit eingeübten Ritualen den schulischen Alltag auch als gemeinschaftsstiftende Erfahrung.

Der schulische Unterricht wird mit außerunterrichtlichen Erziehungsangeboten verknüpft. Es werden regelmäßig fächerübergreifende Projekte durchgeführt, in dessen Rahmen auch außerschulische Lernorte und fachkundige Dritte („Laienlehrer“) einbezogen werden können.

 

Die Peter-Petersen-Schule beteiligt sich an der Arbeit der deutschen Jenaplangesellschaft und kooperiert in diesem Zusammenhang mit deutschen und niederländischen Jenaplanschulen.

 

III         Einrichtung / Organisation

Die Peter-Petersen-Grundschule wird zweizügig im offenen Ganztagsbetrieb geführt.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 3 (Stammgruppen I) und der Jahrgangsstufen 4 bis 6 (Stammgruppen II) werden jeweils gemeinsam unterrichtet, wobei jede Stammgruppe aus etwa gleich vielen Kindern der unterschiedlichen Jahrgangsstufen gebildet wird.

Jahrgangsstufe 3 wird in die Schulanfangsphase einbezogen.

Schülerinnen und Schüler, die die Lern- und Entwicklungsziele bis einschließlich Jahrgangsstufe 3 bereits nach zwei Schulbesuchsjahren erreicht haben, rücken auf Antrag ihrer Erziehungsberechtigten vorzeitig in Jahrgangsstufe 4 auf.

Schülerinnen und Schüler, deren Lernentwicklung nach drei Schuljahren eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht in Jahrgangsstufe 4 nicht erwarten lässt, verbleiben auf Beschluss der Klassenkonferenz ein viertes Schuljahr in der (verlängerten) Schulanfangsphase, das nicht auf die allgemeine Schulpflicht angerechnet wird.

Die sich auf die (zwei Jahrgangsstufen umfassende) Schulanfangsphase beziehenden Regelungen - insbesondere §§ 22, 23 der Grundschulverordnung - sind sinngemäß anzuwenden.

 

IV        Aufnahme

Der Besuch der Peter-Petersen-Schule ist freiwillig und bedarf der schriftlichen Zustimmung der Erziehungsberechtigten, die zuvor über Inhalt und besondere Verpflichtungen - einschließlich etwaiger Folgen bei Teilnahmeverweigerungen an Feiern und Klassenfahrten - eingehend zu informieren sind, die sich aus dem Jenaplankonzept insbesondere auch auf ihre aktive Mitarbeit ergeben. Die Schule hat keinen Einschulungsbereich.

Überschreitet die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität werden zunächst jeweils 10% der Plätze im Interesse einer betont heterogenen Mischung vorrangig an Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf oder einer besonderen kognitiven Begabung vergeben, die bis spätestens Ende Februar des Aufnahmejahres mit einer Empfehlung der Schulpsychologischen Beratungsstelle im Bezirk nachzuweisen ist.

Danach werden Kinder mit nachprüfbar längerfristig gewachsenen Bindungen zu Schülerinnen und Schülern, insbesondere Geschwistern, aufgenommen, die mindestens im Aufnahmejahr weiterhin die Peter-Petersen-Schule besuchen.

Im Übrigen entscheidet über die Aufnahme das Los.

Die Aufnahme erfolgt unter der Auflage der regelmäßigen Teilnahme an allen schulischen Veranstaltungen. Bei wiederholten Verstößen gegen diese Auflage muss die Schule zum Ende des begonnenen Schulhalbjahres verlassen werden.

 

V         Unterricht / Stundentafel

Der Unterricht wird überwiegend in den Stammgruppen erteilt und orientiert sich - bei durchgängiger Binnendifferenzierung - weitgehend an einem Projektthema. Umfang, Anforderungen und Inhalte unterscheiden sich entsprechend der Jahrgangsstufenzugehörigkeit bzw. den individuellen Lernbedürfnissen und dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler. In Mathematik und Englisch können Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zeitweise in temporären Lerngruppen unterrichtet werden.

Die Verbindlichkeit der Stundentafel und des Jahresstundenrahmen für die Grundschule bezieht sich nicht auf die einzelne Jahrgangsstufe, sondern umfasst alle drei in einer Stammgruppe zusammengefassten Jahrgangsstufen. Dementsprechend müssen am Ende der Jahrgangsstufe 3 das bis dahin festgelegte Gesamtstundenvolumen, am Ende der Jahrgangsstufe 6 das sich aus der Addition der Gesamtstundenzahl der Jahrgangsstufen 4, 5 und 6 ergebende Stundenvolumen erreicht werden.

Daher ist es zulässig, abweichend von der Regelstundentafel die Gesamtstundenzahl in der Jahrgangsstufe 1, 2 und 4 zu erhöhen und in den Jahrgangsstufen 3, 5 und 6 zu reduzieren.

Die Schule darf im Interesse eines umfassenden jahrgangsstufenübergreifenden Unterrichts Inhalte und Vorgaben der Rahmenlehrpläne anderen als den dafür vorgesehenen Jahrgangsstufen zuordnen.

Naturwissenschaften, Geografie und Geschichte/Politische Bildung werden epochal bzw. blockartig bereits ab Jahrgangsstufe 4 unterrichtet; die im Rahmenlehrplan „Sachunterricht“ vorgesehenen Themen werden diesen Fächern zugeordnet. Das Unterrichtsvolumen gemäß Stundentafel (insgesamt 14 Wochenstunden) wird auf die Jahrgangsstufen 4 bis 6 verteilt.

Englisch wird als erste Fremdsprache erst ab Jahrgangsstufe 4 unterrichtet und dafür in den Jahrgangsstufen 4 und 5 um jeweils eine Wochenstunde verstärkt.

 

VI        Prinzipien als Lebensgemeinschaftsschule

Alle Stammgruppen beginnen am Montag mit einem fachübergreifend in den Unterricht integrierten Gesprächskreis. Die Schulwoche endet am Freitag mit einem ca. 2-stündigen obligatorischen Wochenschlusskreis, an dem alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Neben Gesprächen, die der Reflexion des eigenen Arbeitsverhaltens dienen sollen und dem Üben von Lernstrategien werden insbesondere gemeinschaftsfördernde Spiele durchgeführt.

Regelmäßige Spiele (und Tänze) in der Schule lockern den schulischen Alltag auf und rhythmisieren ihn. Regelmäßige schulische Feiern und grundsätzlich jährlich stattfindende Klassenfahrten sind Teil der Jenaplan-Pädagogik und für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich; damit alle Kinder an den Fahrten teilnehmen können, werden finanzschwache Eltern nach Möglichkeit vom Förderverein der Schule unterstützt, soweit sie keine Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten können.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen bei der Pausenaufsicht unterstützende Aufgaben wahr.

Von den Erziehungsberechtigten wird die aktive Beteiligung am Schulleben erwartet; dazu gehört auch die Vorbereitung und Mitgestaltung von Feiern und Festen.

Die Teilnahmeverweigerung an Festen und Klassenfahrten, die für die Peter-Petersen-Schule verbindliche schulische Veranstaltungen sind, gilt als Schulpflichtverletzung und wird auf dem Zeugnis als unentschuldigte Fehlzeit vermerkt. Die Schule ist in diesen Zeiten nicht verpflichtet, die Schülerin oder den Schüler anderweitig zu betreuen oder zu unterrichten.

 

VII       Zeugnisse / Förderprognose

Die Leistungen bis einschließlich Jahrgangsstufe 4 werden ausschließlich schriftlich als verbale Beurteilung dargestellt. Für das erste Schulhalbjahr der Jahrgangsstufen 3 und 4 wird kein Zeugnis erstellt; anstelle dessen wird gemäß § 19 Abs. 1 GsVO ein schriftlich zu dokumentierendes Gespräch mit den Erziehungsberechtigten geführt, an dem in Jahrgangsstufe 4 auch die Schülerinnen und Schülern teilnehmen.

Bei Schülerinnen und Schülern, die beabsichtigen, nach Jahrgangsstufe 4 auf eine weiterführende allgemeinbildende Schule zu wechseln, wird bei der Berechnung in der Förderprognose die Note für Sachunterricht aus dem Mittelwert der Einzelnoten Naturwissenschaften, Geografie und Geschichte/Politische Bildung gebildet.

Die Schule strebt an, die verbale Beurteilung in Form von Indikatorenzeugnissen zu erstellen, die den besonderen Bedingungen des Jenaplan gerecht wird; der Einsatz dieser Zeugnisses bedarf meiner Genehmigung.

   

 







Hier gehts zum  BLOG
des MINTGrünen Klassenzimmers
   


„Profivereine machen Schule“ ist eine Initiative der Berliner Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie zusammen mit den sechs Profivereinen.
   




Das Bürgernetzwerk Bildung unterstützt Schulen und Kindertagesstätten dabei, engagierte Lese-/ Lernpaten mit Schülern zusammenzubringen.
In der Peter Petersen Schule sind schon seit einigen Jahren Lesepaten in verschiedenen Stammgruppen.